<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<?xml-stylesheet href="http://blogg.de/css/rss.css" type="text/css"?>
<rss version="2.0" xmlns:trackback="http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:ent="http://www.purl.org/NET/ENT/1.0/"  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >
<channel>
<title>PR 2.0</title>
<link>http://przweinull.de/</link>
<description></description>
<language>de</language>
<lastBuildDate>Fri, 15 Jan 2010 12:03:39 +0100</lastBuildDate>
<docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<generator>blogg.de</generator>
<managingEditor>rss@blogg.de</managingEditor>
<webMaster>webmaster@blogg.de</webMaster>
<item>
<title>Social Purpose Marketing ist gesellschaftsfähig</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=169</link>
<description><![CDATA[<span style="mso-bidi-font-family: Arial"><font face="Calibri">Das Marketing mit dem guten Zweck feiert eindeutig seinen Durchbruch. Waren es vor einigen Jahren noch „Exoten“ wie Krombacher, später auch Volvic, die sich als „First Mover“ bei diesem Thema einen Namen in der breiten Öffentlichkeit gemacht haben, so sind Social Purpose Marketing-Aktivitäten heute fast omnipräsent. <span style="mso-bidi-font-family: Arial"><font face="Calibri">Ebay´s Auktionsplattform bietet Käufern und Verkäufern individuelle Ansätze zu helfen, Philipps tauscht auf ganz Norderney die Glühlampen gegen Energiesparlampen aus, Pampers spendet Tetanusimpfungen in Afrika, Ben &amp; Jerrys setzt sich gegen Klimawandel und für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein, H&amp;M für den Schutz der Kinderrechte in Herstellungsländern.<span style="mso-spacerun: yes">  </span><p /></font></span></font></span> <br /><br /> <p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Calibri"><span style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial">Und wie kritisch sehen es die Deutschen, dass Marken mit ihrem „Gut sein“ auch Geld verdienen? </span><span style="mso-bidi-font-family: Arial">64% der Konsumenten finden das völlig in Ordnung – ein Anstieg um 20 Prozentpunkte in den letzten drei Jahren!<p /></span></font></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Calibri"><span style="mso-bidi-font-family: Arial">Kein Wunder, ist doch - nach Preis und Qualität - der gute Zweck das entscheidende Kriterium, wenn es um den Kauf von Marken geht. Zwei von drei Deutschen geben sogar an, dass der gute Zweck sie zum Marken-Wechsel inspirieren würde. Siehe dazu auch </span><span lang="EN-US" style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: EN-US"><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,663415,00.html"><span lang="DE" style="mso-ansi-language: DE">http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,663415,00.html</span></a></span><span style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial"><p /></span></font></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial"><p><font face="Calibri"> </font></p></span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="mso-bidi-font-family: Arial"><font face="Calibri">Dass die Deutschen selbst bereit sind, sich zu engagieren, zeigen die folgenden Zahlen. 24 <span style="mso-bidi-font-weight: bold">% </span>der Befragten unterstützen <span style="mso-bidi-font-weight: bold">einen guten Zweck aktiver<b>&nbsp;</b></span>als noch vor einem Jahr. Das Spendenvolumen ist im Krisenjahr 2009 um 3,9% gewachsen. Und eine Geber-Nehmer-Plattform wie </font></span><a href="http://www.betterplace.org/"><span style="mso-bidi-font-family: Arial"><font face="Calibri">www.betterplace.org</font></span></a><span style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial"><p /></span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="mso-bidi-font-family: Arial"><font face="Calibri">hat mittlerweile über 40.000 aktive Unterstützer,<span style="mso-spacerun: yes">  </span>eine sechsstellige Zahl an monatlichen unique visits und 1.500 Projekte weltweit.<p /></font></span></p><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Calibri"><span style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial">Es scheint sich ein</span><span style="mso-bidi-font-family: Arial"> gesellschaftlicher Konsens darüber eingestellt zu haben, dass die großen Herausforderungen von Globalisierung, Klimawandel und Finanzkrise nicht mehr von Politik oder Staat allein<span style="mso-spacerun: yes"> </span>gelöst werden können. Alle müssen etwas dazu beitragen, und dazu zählen in den Augen der Konsumenten eben auch Marken und Unternehmen.<p /></span></font></p>]]></description>
<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:03:39 +0100</pubDate>
<dc:creator>aguckenberger</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=169</trackback:ping>
<ent:cloud ent:href="http://www.blogg.de/blogg.opml">
<ent:topic ent:href="http://www.blogg.de/?category=gesellschaft" ent:id="gesellschaft">gesellschaft</ent:topic>
</ent:cloud>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/edelman">edelman</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/goodpurpose">goodpurpose</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/good_purpose">good_purpose</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/guter_zweck">guter_zweck</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/marketing">marketing</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/pr">pr</category>
</item>
<item>
<title>Trotz Rezession - Deutsche Kunden wollen mit Einkäufen Gutes tun</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=168</link>
<description><![CDATA[Die neue Edelman Good Purpose Studie unter 6000 Konsumenten in 10 Ländern zeigt: Der Trend zum „Social Purpose Marketing“ festigt sich – trotz Rezession. Weltweit – und ja, auch in Deutschland! –haben Verbraucher eine klare Vorstellung davon, was sie von Unternehmen verlangen: ökonomische und soziale Interessen sollen gleichermaßen verfolgt werden. Das sagen 56 Prozent der Befragten. Und 66 % sind der Meinung, dass es eben nicht genügt, einfach Geld zu spenden (Philantrophie adé?) – sondern dass Unternehmen das Gute leben müssen, durch ihr tägliches Handeln in Produktion und am Absatzmarkt.<br />
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich insbesondere die Deutschen zum „Besseren“ entwickelt – während im letzten Jahr noch 28% angaben, ihre größte Befriedung aus dem reinen Konsum zu ziehen, sind es jetzt nur 15%. Während im letzten Jahr 39% „Gut-Marken“ bevorzugt weiterempfohlen haben, sind es in diesem Jahr 65%.<br />
Eine starke Zahl für diejenigen, die auf Mund-zu-Mund Propaganda setzen – für die Marketeers, die wissen, dass Verbraucherempfehlung mehr wert ist als Werbe-Kontakte.<br />
Laufen „Gut-Marken“ Luxusmarken den Rang ab, was Prestige angeht? Teils, teils… Weltweit eindeutig ja. 67% würden sich für ein Hybrid-Auto entscheiden und nicht für ein Luxus-Auto, wenn der Preis derselbe wäre. In Deutschland sind es 50%. Ebenso beim Haus – oder Wohnungskauf: Weltweit ziehen 70% das Umwelt-Heim dem großen Heim vor – in Deutschland ist es die Hälfte. Immerhin, ist da meine Meinung.<br />
Viele weitere interessante Ergebnisse gibt’s in der Good Purpose Studie auf unserer Community Seite www.goodpurposecommunity.com.<br />
Und wir freuen uns über jeden Fan und den Dialog auf unser <a href="http://www.facebook.com/goodpurpose">facebook Seite  </a> Und oder folgen Sie unserem <a href="http://twitter.com/LIVEgoodpurpose">Twitterstrom</a>: <br />
<br />
<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 10:45:33 +0100</pubDate>
<dc:creator>cornelia.kunze</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=168</trackback:ping>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/csr">csr</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/edelman">edelman</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/goodpurpose">goodpurpose</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/pr">pr</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/socialmarketing">socialmarketing</category>
<category domain="http://www.blogg.de/tag/studie">studie</category>
</item>
<item>
<title>Gespräche sind eine Kunst</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=167</link>
<description><![CDATA[<b>Märkte sind Gespräche!</b> Auch wenn viele von "uns", die sich mit neuen Formen von Marketing und Kommunikation beschäftigen, damals, vor zehn Jahren, vom Schlachtruf des <a href=http://cluetrain.com>Cluetrain Manifesto</a> elektrisiert waren, ist das mit den Gesprächen ja so eine Sache. Denn Gespräche zu führen ist nicht so einfach.<br />
<br />
Ein Thema, das ich darum immer wieder anspreche, wenn es beispielsweise um Gespräche geht, die online geführt werden, ist das <i>kanal-adäquate Verhalten</i>. Klingt vielleicht erstmal etwas schräg und hölzern, meint aber, dass ich bei einem Gespräch bedenken muss, wo es stattfindet - und ich auf Facebook anders rede und handele als in meinem Blog, wo ich anders bin als bei Freunden am Esstisch.<br />
<i><font size="-2">Siehe dazu auch in aller Kürze den Blogpost und meinen Kommentar beim Kollegen <a href=http://www.50hz.de/karrierefalle-das-internet-ist-auch-ein-privater-raum/>Djure Meinen</a>.</font></i><br />
<br />
Sehr hübsch fasst <a href=http://pleaseenjoy.com/bio.php>Ji Lee</a> zusammen, dass es eben tatsächlich unterschiedliche Nähe in unterschiedlichen Gesprächsformen gibt. Nicht jede Einordnung sehe ich zu 100% genau so (beispielsweise ist für mich Instant Messenging intimer als für ihn offenbar), aber die Richtung stimmt. Und ist vor allem wichtig, wenn es um die öffentlichen Kanäle geht, über die zurzeit so viel geschrieben wird - sie sind zu Recht (!) am Ende der Intimitätsskala einsortiert, denke ich. Das muss ich bedenken, wenn ich hier Gespräche führe. Und das ist etwas, das der eine oder die andere auch - manchmal schmerzlich - gerade lernt.<br />
<br />
<img src="http://data.blogg.de/1097625/images/picture_6_copy11.png" alt="" /> <br />
<i>Ji Lee hat diese Grafik unter einer cc Lizenz zur Verfügung gestellt und auf <a href=http://pleaseenjoy.com/project.php?cat=4&subcat=&pid=136&navpoint=0>seiner Seite gepostet</a></i> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 11:01:24 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=167</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Und noch einmal zum Abschluss: Der Podcast über den Vodafone-Fall</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=166</link>
<description><![CDATA[Wie immer gemeinsam mit Gastgeber <a href=http://podpimp.de>Alexander Wunschel</a> habe ich diese Woche den neuen <a href=http://brouhaha.de>Brouhaha</a> aufgenommen. Thema, logo, der größte Social Media Aufreger dieses Sommers in Deutschland: Die Vodafone-Kampagne. Dazu habe ich hier ja nun schon insgesamt drei Mal [<a href=http://przweinull.de/eintrag.php?id=162>1</a>, <a href=http://przweinull.de/eintrag.php?id=163>2</a> und <a href=http://przweinull.de/eintrag.php?id=164>3</a>] etwas geschrieben. Mit diesen 30 min Podcast soll es das dann aber auch erstmal sein.<br />
<br />
 <p><a href="http://tellerrand.podspot.de/files/brouhaha12_vodafail.mp3" title="Download">Download Brouhaha 12 Wie Vodafone zum Vodafail der Generation Upload wurde</a><br />
 (29.3 MB)</p><br /><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://podspot.de/blog/custom/templates/kubrick/emff.swf?src=http://tellerrand.podspot.de/files/brouhaha12_vodafail.mp3" height="28" width="355"><br /><param name="movie" value="http://podspot.de/blog/custom/templates/kubrick/emff.swf?src=http://tellerrand.podspot.de/files/brouhaha12_vodafail.mp3"><br /></object> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 18:22:01 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=166</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Interview zum PR 2.0 Forum im September</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=165</link>
<description><![CDATA[Ich darf auf ein kurzes Interview aufmerksam machen, das <a href="http://twitter.com/bn_at_twitter">Björn Negelmann</a> mit mir für das Blog des <a href=http://www.pr20forum.de/>PR 2.0 Forums</a> geführt hat. Ein einziger Satz sei hier mit rüber genommen, ansonsten geht lieber dort hin, um es zu lesen.... <blockquote cite="http://notizblog.socialwebworld.de/2009/08/05/public-engagement-als-zieldimension-fuer-pr20/">Es kommt wieder auf den Anfang zurück: Public Engagement. Das erreiche ich weder allein über eine kleine Guerilla-Aktion noch über eine große Aufmerksamkeitskampagne (sprich: Werbung). Sondern nur durch echte Dialoge, durch konsistentes Handeln - und durch ein klares und für Außenstehende glaubhaftes, nachvollziehbares Bekenntnis zu einem langfristigen Engagement.</blockquote><br />
[ siehe: <a href="http://notizblog.socialwebworld.de/2009/08/05/public-engagement-als-zieldimension-fuer-pr20/">notizblog - Weblog der Social Web WORLD: Public Engagement als Zieldimension für PR 2.0 - Interview mit Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach</a> ] <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 15:06:51 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=165</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Warum Social Media aber trotzdem funktioniert</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=164</link>
<description><![CDATA[Mein letzter Eintrag <a href="http://przweinull.de/eintrag.php?id=163"><i>Warum Social Media Kampagnen nicht funktionieren</i></a>, hat einige Diskussionen ausgelöst - hier und in Fachmedien. Und weil ich gehört habe, dass der eine oder die andere zu dem Trugschluss gekommen sei, ich könnte eventuell gemeint haben, dass <i>Social Media</i> nicht funktioniere, obwohl ich nur gesagt und gemeint habe, dass Social Media <i>Kampagnen</i> nicht funktionieren, sei noch einmal erklärt, welche Möglichkeiten ich für Social Media in der Kommunikation sehe. Dies ist kein enzyklopädischer Fachbeitrag, sondern wieder ein Anstoß zur Diskussion. OK? <br /><br /> Denn <i>dass</i> Social Media funktioniert, ist ja offensichtlich, wie nicht nur einige Kommentare betonen. Ich mein, mein Jobtitel ist <i>Head of Social Media Europe</i> - da sollte man eigentlich das Missverständnis ausschließen können :)<br />
<b><br />
Wo ist aus meiner Sicht der Ort von Social Media in der Kommunikation?</b> <br />
<font size="-2">(und warum denke ich weiterhin, dass wir PR-Leute die sind, die damit beauftragt werden sollten, wenn es um externe Unterstützung geht?)</font> <blockquote><li><b>Überall, wo Menschen sprechen, passt auch Social Media rein.</b><br />
Denn Social Media sind, wie neulich schon ausgeführt, Gespräche. Da wir, beispielsweise aus unserem eigenen <a href="http://edelman.com/trust/2009/">Trust Barometer</a>, wissen, dass Gespräche mit Mitarbeitern und anderen "normalen" Menschen einen sehr, sehr großen und - im Idealfall - positiven Einfluss auf die Meinungsbildung über ein Unternehmen und eine Marke haben, sollten also eben diese Gespräche ohnehin in eine Kommunikationsstrategie eingebunden werden. Und Social Media kann dabei helfen, für diese Gespräche Skalierungseffekte zu erzielen.</li><li><b>Begeisterung und Zuneigung können sich in Social Media äußern.</b><br />
Klingt banal, ist es aber für die Kommunikation ganz und gar nicht. Denn anders als das Vorurteil gegenüber diesem Interweb ("da sind doch nur Stänkerer und Meckerer") vermuten lassen - und anders als, aber dazu habe ich auch eine Meinung, wieso das passiert ist, ein Großteil der Kommentare bei der <a href="http://m.vodafone.de/pk">Vodafone-PK</a> nahelegte -, äußern sich eben viele Menschen in Sozialen Netzwerken, in Blogs und auf Twitter, wenn ihnen etwas gefällt oder sie ein tolles Erlebnis hatten. Ja, dies kann ich nur nutzen, wenn mein Produkt oder meine Marke auch wirklich so ist, dass es Menschen gibt, die begeistert sind, aber dann kann und sollte ich es ermöglichen, dass meine Fans und Kunden sehr einfach, mit nur einem Klick beispielsweise, diese Begeisterung oder Zufriedenheit mit ihren Freunden teilen können.</li><li><b>Social Media bietet viele Möglichkeiten, Menschen zum mitmachen einzuladen.</b><br />
Das gab es vorher auch schon, aber mit sozialen Medien geht eben mehr als ein Spiel oder eine eCard, um mal klassische Web 0.5-Tools zu nennen, die viele Kollegen ihren Kunden immer noch anbieten. Das Tolle ist doch, dass Menschen, die in sozialen Medien aktiv sind, oft bereits kreativ waren - und diese Kreativität einzuladen, zu "aktivieren", wie wir zu sagen pflegen, ohne sie auf meine eigene Kampagnenseite zu sperren, ist die große Chance, die wir haben. Dazu gehört Mut, ja. Denn diese Kreativität kann ich nicht "kontrollieren" oder auch nur kanalisieren - aber ich kann sie anregen und ich kann sie sichtbar machen und damit als Unternehmen oder Marke ein Partner meiner Fans oder Kunden werden. <br />
<font size="-2">(Deshalb stimmt das Reden vom Empowerment ja auch, im Prinzip. Es muss nur geschehen, und das sehe ich viel zu selten.)</font></li></blockquote> Das sind nur drei kleine erste Punkte, viele andere setzen wir jeden Tag in unserer Arbeit für unsere Kunden um. Alles das ist aber keine "Kampagne", sondern alles das hat mit der Offenheit für Gespräche zu tun, damit, dass ich einen Stein ins Wasser werfe und ihn Kreise ziehen lasse.<br />
<br />
Das sollte etwas sein, das zu meiner Kampagne passt, die ich mache. Und manchmal kann aus dem, was ich an Gesprächen in Social Media führe und an Kreativität rauskitzele, auch eine Kampagne werden, die dann die klassischen Kanäle und Instrumente bedient oder nutzt. <br />
<br />
Aber - und davon bin ich wirklich überzeugt - von der Kampagne her kommend Social Media "machen" zu wollen, geht nicht. Andersrum aber geht es: Lasst etwas entstehen, öffnet euch für eure Kunden - und die nächste Kampagne wird inspirierter sein, da bin ich sicher. Doch die Frage, wie ich "TV ins Web verlängern" könne, kann ich - zumindest für alles, was über eine Kampagnenmicrosite ohne Engagement hinausgeht - nur mit zwei Worten beantworten: <b>"Gar nicht"</b>.<br />
<br />
Und darum:<br />
<br />
Social Media gehört in das Zentrum meiner strategischen Überlegungen - und das unabhängig von der Frage, ob ich Social Media dann wirklich einsetze. Es ist ein Baustein für den Prozess, der mein Unternehmen, meinen Kunden, meine Marke verändert und fit macht für die Zeit, in der wir leben. Aber es ist kein Kanal, der einfach nur bespielt zu werden braucht im Rahmen meiner Kampagne.]]></description>
<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 10:37:14 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=164</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Warum Social Media Kampagnen nicht funktionieren</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=163</link>
<description><![CDATA[Darum:<br />
<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/haltungsturner/2515956476/" title="Werbemotiv für Sprachkurs by Haltungsturner, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3208/2515956476_037c86cecb.jpg" width="354" height="500" alt="Werbemotiv für Sprachkurs" /></a><br />
<br />
Oder, etwas ausführlicher: <br /><br /> Ja, es ist denkbar, dass es gelungene "Kampagnen" gibt, die Elemente von Social Media einbinden - also beispielsweise MySpace-Profile, eine Facebook-Page oder einen Twitteraccount und ein Blog. Damit werden sie aber keine "Social Media Kampagne" und schon gar nicht eine Kampagne, die eine wie auch immer definierte Zielgruppe erreicht, die sich durch Social Media Aktivität auszeichnet.<br />
<br />
Und ja, es gibt Beispiele für gelungene Kampagnen mit intelligenten Geschichten, die sich der Instrumente aus dem Social Media Baukasten bedienten. Das <a href="http://www.medienhandbuch.de/news/horst-schlaemmer-bislang-generierte-der-vw-blog-ueber-1150000-videoviews-exklusiv-10672.html">Schlämmer-VW-Dingens damals</a> beispielsweise.<br />
<br />
Aber eine "Social Media Kampagne" kann schon deshalb nicht funktionieren, weil sie ein Widerspruch in sich selbst wäre. Denn das <i>Social</i> in Social Media meint ja die Gespräche, die verteilt stattfinden. Die nicht immer so leicht zu sehen sind, weil viel in diesem komischen Biotop ja so aussieht, als würden da Autisten vor sich in brabbeln (was sich aber, wenn man denn genauer hinschaut, als Halluzination herausstellt - denn die reden miteinander, nur nicht in einem Raum, sondern vermittelt dieser merkwüdigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink">Hyperlinks</a>). Und weil diese Gespräche bei flüchtigem Hinsehen nicht sichtbar sind, wundert es mich nicht, dass immer wieder vor allem Werber auf die Idee kommen, das wäre so ähnlich wie eine Kampagne oder man könne hier gut kampagnen.<br />
<br />
Kampagnen von Werbern und Mediaagenturen zeichnen sich - jetzt etwas holzschnittartig - dadurch aus, dass sie senden, senden und nochmal senden. Den Dialog um dieses Senden herum organisieren dann meistens - wieder etwas holzschnittartig - wir PR-Firmen oder PR-Teams in den Unternehmen. <br />
<br />
Und damit sind wir beim Thema:<br />
<br />
Das, was in Social Media passiert, ist das pralle Leben, sind Gespräche, Dialoge, Monologe. Ist Zuhören, Überzeugen, Erzählen, Poesie, Gedankenlosigkeit und noch vieles mehr. Nur eines ist es nicht: Fernsehen. Also Konsumieren.<br />
<br />
Kampagnen aber setzen aufs Konsumieren der Zielgruppe. Nicht auf das Gespräch mit möglichen Kunden. Oder, wie <a href="http://www.csommer.de/">Claudia Sommer</a> bei <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2159">Thomas Knüwer</a> so treffend in den Kommentaren formuliert hat: <blockquote>Web 2.0 taugt nicht für die Hochglanz Werbung, sondern für's CRM - Direkte Kommunikation mit seinen Kunden eben. Leider sind ja die, die direkt mit dem Kunden sprechen nicht in der Kommunikationsabteilung angesiedelt, sondern zu 90% outgesourced und arbeiten für 7,50 als sogenannte Call Center Agents. (<a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2159">Link</a>)</blockquote> Das Fatale an diesen Gesprächen ist, dass sie sich nicht vollständig planen lassen. Dass sie nicht in Mediapläne passen (also in die fest eingeplanten Zeiten und Orte für das Aussenden von Botschaften, also die Werbung, also die Kampagne). Dass sie Erkenntnisse bringen können, auf die ich reagieren will oder muss - was dann mit einer schon fertig durchgetakteten Kampagne wieder nicht geht.<br />
<br />
Vielleicht ist es ein bisschen pro domo, wenn ich behaupte, Social Media, anders als nur als schickes Broadcast-Tool eingesetzt (also für mehr als für reines Senden), können Werber und Mediaagenturen einfach nicht können, denn es widerspricht ihrer Arbeit. Es ist einfach dichter an dem "gelernten" Vorgehen und Verhalten von PR (wenn PR gut ist).<br />
<br />
Oder um das aktuelle Beispiel zu bemühen: Dass die Vodafone-Kampagne so unausbalanciert wirkt und auf so viel Unverständnis bei der vom Konzern ausdrücklich anvisierten Kernzielgruppe der im Internet auch kreativ Aktiven stößt, scheint mir daran zu liegen, dass sie eine Kampagne ist, die allzu laut und voreilig behauptet hat, keine sein zu wollen.<br />
<br />
Ich kann - bisher - keine Gespräche erkennen, die Menschen als Menschen miteinander führen und an denen Vodafone-Menschen eben als Menschen (und nicht in ihrer Funktion) beteiligt wären. Vielleicht sehe ich sie nur nicht. Kann sein. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass es sie nicht gibt, sondern nur eine - horribile dictu - Kampagne.]]></description>
<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 21:55:49 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=163</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Da sieht man es ja mal wieder</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=162</link>
<description><![CDATA[Ich sehe schon die ersten echten Reaktionen vor mir auf das Experiment von Vodafone - eine <a href="http://m.vodafone.de/pk/">PK</a>, auf der eine neue Kampagne vorgestellt wurde, im Web live kommentieren zu lassen -, die wenigstens teilweise so ausfallen dürften wie die Überschrift.<br />
<br />
<a href="http://twitter.com/nico">Nico Lumma</a>, bei Scholz & Friends für Social Media zuständig, hat <a href="http://lumma.de/2009/07/10/generation-upload-und-der-dialog/">in seinem privaten Blog einiges</a> zur Entstehung der Idee und zu den Zahlen gesagt: über 2.200 Kommentare, über 300 via Facebook registrierte Onlineteilnehmer.<br />
<br />
<b>Und? Sah man es mal wieder?</b> War das ein Flop, wie viele Reaktionen von aufgeregten Bloggern nahelegen (<a href="http://www.opensourcepr.de/2009/07/09/vfblogschau/">Tapio Liller hat die Reaktionen zusammengetragen</a>)? Nicht ganz. Aber ja, man sah es mal wieder. <br /><br /> Ich sehe, worauf Vodafone hinaus will. Und ich sehe, dass beispielsweise Blogger, aber auch Leute, die Bilder auf Facebook oder StudiVZ hochladen oder twittern, exemplarisch für das stehen, was nicht völlig falsch mit so einem merkwürdigen Begriff wie die "Generation Upload" beschrieben werden kann.<br />
<br />
Dass Menschen, die online ihre Meinung sagen und die immer online sind, ob über eine Leitung oder über ein Funknetz, genau die Wunschzielgruppe eines Telekommunikationsanbieters sind, der genau dieses beides anbietet, leuchtet mir auch ein.<br />
<br />
Das <i>da sieht man es mal wieder</i> bezieht sich darum eher auf die Reaktionen in Klein-Bloggersdorf (wie mal mein Nachrichtendienst hieß). Ja, wer sich schon mehr als ein paar Tage online und in Social Media bewegt, war nicht überrascht, dass ein großer Teil der 2.200 Kommentare während der PK destruktiv und pöbelnd waren, so dass die berechtigten Fragen und die berechtigte Kritik fast untergingn. Der oder die wird auch nicht überrascht gewesen sein, dass die ersten Reaktionen auf Twitter und in Blogs sehr negativ waren, was sich dann im Laufe des Tages und heute etwas einpendelte (oder auspendelte).<br />
<br />
Wer seine Seite und seine PK öffnet für die Allgemeinheit, muss das aushalten. Und wer vorher unter Onlineaktivisten einen kleinen Hype erzeugt (beispielsweise durch das Livetwittern vom Dreh des Werbespots oder dadurch, dass viele schon wussten, dass bekannte Gesichter aus der "Szene" dabei sein werden etc), muss sich nicht wundern, dass die Fallhöhe recht groß ist. Haben wir ja auch schon erlebt.<br />
<br />
Das alles sehe ich nicht als Fehler oder Flop. Und ich hielte es auch für mehr als falsch, wenn sich Unternehmen durch diese Erfahrung davon abhalten ließen, ihre Kampagnen bei der Vorstellung gleich aktiv und live diskutieren zu lassen. <br />
<i>Zumal, aber wohl er aus Versehen, die Facebook-Diskussion ja auch nicht mehr auffindbar ist, jedenfalls nicht zentral, sondern nur dezentral in den Profilen der Teilnehmer...<br />
</i><b>Update 13.7.:</b><i> Nun sind die Kommentare wieder auf der <a href="http://m.vodafone.de/pk/">PK-Microsite von Vodafone</a> zu sehen. Gut.</i><br />
<br />
Ob eine Vorstellungs-PK, die sich an Fachjournalisten wendet, wirklich der richtige Anlass ist, online aktive Kunden zur Teilnahme aufzufordern, würde ich persönlich anders beantworten als Vodafone, aber das ist auch Geschmackssache.<br />
<br />
Wenn aber nun sehr, sehr schnell (und das heißt in Social Media: innerhalb von sagen wir mal einer Woche) wirkliche Signale kommen, <blockquote><li>dass Zuhören tatsächlich zum "neuen Vodafone"gehört - denn bisher ist das immer noch nicht zu sehen, auch nicht im <a href="http://blog.vodafone.de">Vodafoneblog</a>,</li> <li>dass es wirklich Produkte und Services gibt, die die postulierte Zielgruppe attraktiv findet,</li> <li>dass dieses mehr ist als ein Marketinggag, für den der kontroverse Buzz in Blogs, Netzen und auf Twitter der Resonanzverstärker war (was an sich ja nicht verkehrt sein muss),</li></blockquote> wenn also solche Signale sehr schnell kommen, dann ist die Facebook offene PK ein interessanter Schachzug gewesen.<br />
<br />
Ich denke also, dass es ein guter Auftakt sein <i>kann</i>. Und ich bin überzeugt, dass es der richtige strategische Weg ist, auf online aktive und laute und meinungsstarke Menschen zu setzen (egal ob ich sie nun Influencer oder Mavens nennen will). Die Geschichte und die Produkte und die Services müssen dann passen, denn - das ist das irritierende an einer solchen Strategie - diese Menschen haben auf viele andere größere Gruppen von weniger aktiven potenziellen Kunden vor allem insofern Einfluss, als sie jemanden aus dem Produkt oder Service rausberaten können. So wie sicher nicht nur mir erst durch die Reaktionen gestern manche Schwächen und Probleme bei Vodafone bekannt und bewusst geworden sind.<br />
<br />
Und wenn <a href="http://blog.vodafone.de/2009/07/10/reaktionen-auf-die-livepk-service/">Carmen Hillebrand im Vodafoneblog einen spannenden und guten Baustein</a> für ein neues, dem online aktiven Kunden zugewandtes Vodafone für "Spätsommer dieses Jahres" ankündigt, dann halte ich das Timing der - nennen wir es mal so - Social-Media-Kampagne für gefährlich.<br />
<i><b>Update</b>: Dies meint - weil <a href="http://twitter.com/planetsab/statuses/2569884363">Sebastian Keil nachfragt</a> - </i> Das eForum kommt einfach zu spät, wenn es im Spätsommer kommt. Es hätte JETZT da sein müssen oder nächste Woche, um den Ärger und die Enttäuschung aufzufangen. So wirkt es nachgeschoben oder aber die Kampagne ist zu früh gestartet. Und damit verpufft die Aufmerksamkeit bei den Aktivisten, die Vodafone hätte nutzen können...]]></description>
<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 17:45:14 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=162</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Live vom Kundenschalter bei der Bahn</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=161</link>
<description><![CDATA[Vor drei Monaten schrieb ich hier mal: <a href="http://przweinull.de/eintrag.php?id=154">Kundenservice und PR wachsen zusammen</a>. Und das ist immer noch richtig, denke ich. Heute morgen wurde ich Zeuge genau dieser Situation, als <a href="http://twitter.com/kaihattendorf">Kai Hattendorf</a>, selbst Kommunikationsprofi bei der Frankfurter Messer, live von den Bemühungen twitterte, seine Bahncard verlängern zu lassen. Es ist noch mal gut gegangen: <br /><br /> <img src="http://data.blogg.de/1097625/images/twitterbahnkai.jpg" alt="" /><br />
<br />
Hier die <a href="http://search.twitter.com/search?q=&ands=&phrase=&ors=bahn+bahncard+schalter+bahnerin&nots=&tag=&lang=all&from=kaihattendorf&to=&ref=&near=&within=15&units=mi&since=2009-06-26&until=2009-06-26&rpp=15">Tweets zwischen kurz vor Acht und Viertel nach Acht</a>.<br />
<br />
Die Auflösung kam um 8:13 Uhr, als Kai twitterte: <blockquote>Frau Schmitt vom Counter bei der Bahn: Heldin des Alltags, die gegen alle bahninternen Widerstände mir zu meiner neuen Bahncard verhalf! <a href="http://twitter.com/kaihattendorf/statuses/2340744089">(Tweet)</a></blockquote> So wie ich rund einmal im Monat jemanden in meinem <a href="http://www.haltungsturnen.de">privaten Blog</a> habe, der nach Frau Lange in der Fotoabteilung bei Karstadt in Wandsbek sucht (ich hatte sie <a href= http://www.haltungsturnen.de/2005/12/das-ist-kundenservice.html>vor Jahren gelobt</a> für ihren Kundenservice), so sind es die kleinen, unscheinbaren Erlebnisse aus dem erweiterten Bekanntenkreis, die ein Bild der Unternehmen und Marken malen, mit denen wir zu tun haben - so wie hier die mehr als 400 Follower von Kai Hattendorf miterlebten, wie es bei der Bahn für ihn lief.<br />
<br />
Jede Mitarbeiterin mit Kundenkontakt ist so auch eine Botschafterin, Frau Lange und Frau Schmitt mit Erfolg, hin und wieder mal jemand ohne. Oder anders ausgedrückt: Was nützte eine glattgebügelte und <i>gestreamlinete</i> Kommunikation, wenn Frau Schmitt es nicht geschafft hätte...<br />
<br />
Es müssen nicht das Flugzeug im Hudson sein oder die von ihm selbst <a href="http://twitter.com/Schwarzenegger/status/2247066872">live getwitterte Notlandung von Arnold Schwarzenegger</a>, die Twitter auf einmal relevant machen. Es kann auch im Nahbereich sein.]]></description>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 19:55:47 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=161</trackback:ping>
</item>
<item>
<title>Social Media PR wird zum Standard</title>
<link>http://przweinull.de/eintrag.php?id=160</link>
<description><![CDATA[So lautet die Überschrift eines Artikels in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift <a href="http://www.horizont.net/">Horizont</a>, bei der <a href="http://twitter.com/off_the_record">Olaf Kolbrück</a> ja auch ein <a href="http://off-the-record.de">sehr gutes Blog</a> schreibt. Ich hatte dem Autor auch ein paar Fragen zu unserer (Edelman) Arbeit mit Social Media beantwortet. Anlass war die Astroturfing-Aktion der Bahn und ihrer Agenturen, die beispielsweise von <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/06/lobbycontrol-fordert-aufklarung-und-konsequenzen-zur-pr-affare-der-bahn-offener-brief-an-politik/">LobbyControl ausführlich dokumentiert</a> ist. Leider hat keine der Antworten den Weg in den entsprechenden Artikel gefunden, sondern es ist nur <a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/show.php?id=84871&page=12&params=">eine kurze Antwort in der Onlineausgabe</a> erschienen. Weil ich das Thema aber wichtig finde, hier noch einmal die Fragen des Horizont-Redakteurs und meine Antworten. <br /><br /> <i>Horizont: Welche Dienstleistungen bieten Sie in diesem Geschäftsfeld an?</i><br />
<br />
Die gesamte Bandbreite von strategischer Beratung, Konzeptentwicklung, Umsetzung, auch dem “Bauen” von Webseiten und Anwendungen – und dem, was wir “Online Engagement” nennen, also den direkten Gesprächen mit den Zielgruppen im Web 2.0. Mit unseren Kunden führen wir außerdem oft Workshops und Kreativsessions durch.<br />
<br />
<i>Horizont: Wer sind Ihre größten Kunden im Bereich Social Media PR?</i><br />
<br />
Was ist Social Media PR? Wir machen PR und Online Engagement und oft ist Social Media ein “Kanal”, in dem wir aktiv werden. Ideen, für die wir Preise gewonnen haben im letzten Jahr, sind beispielsweise das Blog der Daimler AG, die Community-Kampagne “Nogger Choc ist zurück” für Langnese oder auch “Neue Kabine” für Novartis. Daneben spielt Kommunikation in Social Media eigentlich bei fast allen unseren Projekten und Kampagnen heute eine zentrale Rolle.<br />
<br />
<i>Horizont: Wie groß ist der Anteil an Ihrem Gesamtgeschäft?</i><br />
<br />
Reines  Onlinegeschäft macht rund 10% unseres Umsatzes aus zurzeit, aber die Online Engagement Anteile an der “klassischen” PR Arbeit wachsen und sind da nicht mit berücksichtigt.<br />
<br />
<i>Horizont: Werden Social-Media-PR-Aktionen eher im Rahmen einer integrierten Kampagne oder einzeln gebucht?</i><br />
<br />
Workshops und Strategieentwicklung werden auch einzeln gebucht, aber konkrete Aktionen sind fast immer in die Gesamtkommunikation eingebettet.<br />
<br />
<i>Horizont: Welche PR- und welche Online-Agenturen sind die großen Player auf diesem Feld?</i><br />
<br />
Unser Eindruck ist, dass es eher PR-Firmen sind als Onlineagenturen, weil PR ja an sich schon auf Dialog und Gespräche ausgerichtet ist. Neben Spezialisten, mit denen wir teilweise auch zusammenarbeiten, gibt es zunehmend auch in anderen größeren PR-Agenturen gute Leute, die diese Gespräche seriös und erfolgreich führen können. Und wenn, wie bei Weber Shandwick oder uns, diese Arbeit eng mit der anderen Arbeit verzahnt ist, haben alle davon am meisten.<br />
<i><br />
Horizont: Wie konnte der PR-Skandal geschehen? Liegt es beispielsweise an den Werbetreibenden, weil sie die Agenturen entsprechend unter Druck setzen? Oder eher an den Medien, weil sie es den "Fälschern" so einfach machen, anonym oder unter falschen Namen zu posten bzw. die Inhalte selten kontrollieren? Oder an den Agenturen, weil sie in Zeiten der Krise verzweifelt nach neuen Erlösquellen suchen?</i><br />
<br />
Ich denke, dass es am ehesten daran lag, dass allen Beteiligten die Orientierung und die Haltung abhanden gekommen war. So etwas zu beauftragen oder bei der Beauftragung nicht auszuschließen ist schon der erste Fehler. Undurchsichtige Beziehungen der Auftragnehmer der nächste. Und was gar nicht geht, ist die verdeckte Arbeit. Eine Agentur, die so etwas macht, riskiert die Reputation ihres Kunden und handelt fahrlässig. Da es oft aber einfach möglich ist, so zu arbeiten, hilft nur die klare ethische Orientierung und die klare Verpflichtung aller Mitarbeiter auf Regeln und Standards, deren Einhaltung überprüft wird. Wir haben uns dazu solche Regeln gegeben, die sich in einem Satz zusammenfassen lassen: “Wenn es dir peinlich wäre, wenn deine beste Freundin erfährt, dass du hinter einer Aktion steckst – dann lass sie”. Unser <a href="http://www.edelman.com/about_us/mission/">Ethik-Code ist auch online</a> einsehbar. <br />
<i><br />
Horizont: War das nur ein Einzelfall oder gibt es noch mehr solcher verdeckter Aktionen in Deutschland? </i><br />
<br />
Wer sucht, wird finden. Aber das macht es nicht besser.<br />
<br />
<i>Horizont: Wie kann sich die Branche gegen solche schwarzen Schafe wehren, die vermutlich in keine Verbandsdisziplin (Stichwort: Code of Conduct) eingebunden sind?</i><br />
<br />
Nur indem man hart durchgreift und indem Kunden keine Aufträge an die schwarzen Schafe vergeben.<br />
<br />
<i>Horizont: Wie geht man als PR-Agentur mit Blogs richtig um?</i><br />
<br />
Wie geht man mit Menschen richtig um? Wer die Frage beantworten kann, weiß auch diese Antwort. <br />
<br />
<i>Horizont: Wie groß ist der Image-Schaden für die deutsche PR-Branche infolge des Skandals um die Deutsche Bahn? Sprechen die Kunden Sie direkt darauf an?</i><br />
<br />
<br />
<br />
Nein, uns sprechen bisher keine Kunden darauf an – innerhalb der PR und des Marketing, also da, wo wir direkt mit Kunden zu tun haben, ist ja überwiegend Konsens, dass so nicht gearbeitet werden darf und dass wir so nicht arbeiten. Dass es dem ohnehin nicht besonders guten Image der PR bei anderen Berufsgruppen hülfe, was da für die Bahn gemacht wurde, kann man sicher nicht behaupten...<br />
<br />
<i>Horizont: Hatte die missglückte PR-Aktion von Edelman und Walmart in den USA negative Folgen für das Deutschlandgeschäft?</i><br />
<br />
Nein, denn unsere Kunden sprechen uns zwar darauf an, wenn sie sich mit Social Media und Web 2.0 beschäftigen, aber wissen einerseits, dass es nicht hier war – und wissen andererseits sehr zu schätzen, wie wir damals mit dem Fehler umgegangen sind: offen und mit einer weltweiten Schulung aller Mitarbeiter darin, wie wir transparent und ethisch im Web arbeiten. Fahren im Neuschnee führt dazu, dass man auch mal stürzt, spurt aber eben auch den Weg für andere. Das anerkennen unsere Kunden.]]></description>
<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 09:42:44 +0200</pubDate>
<dc:creator>luebue</dc:creator>
<trackback:ping>http://przweinull.de/trackback.php?id=160</trackback:ping>
</item>
</channel>
</rss>
