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Donnerstag, 20.08.2009

Gespräche sind eine Kunst

Wolfgang Lünenbürger
Märkte sind Gespräche! Auch wenn viele von "uns", die sich mit neuen Formen von Marketing und Kommunikation beschäftigen, damals, vor zehn Jahren, vom Schlachtruf des Cluetrain Manifesto elektrisiert waren, ist das mit den Gesprächen ja so eine Sache. Denn Gespräche zu führen ist nicht so einfach.

Ein Thema, das ich darum immer wieder anspreche, wenn es beispielsweise um Gespräche geht, die online geführt werden, ist das kanal-adäquate Verhalten. Klingt vielleicht erstmal etwas schräg und hölzern, meint aber, dass ich bei einem Gespräch bedenken muss, wo es stattfindet - und ich auf Facebook anders rede und handele als in meinem Blog, wo ich anders bin als bei Freunden am Esstisch.
Siehe dazu auch in aller Kürze den Blogpost und meinen Kommentar beim Kollegen Djure Meinen.

Sehr hübsch fasst Ji Lee zusammen, dass es eben tatsächlich unterschiedliche Nähe in unterschiedlichen Gesprächsformen gibt. Nicht jede Einordnung sehe ich zu 100% genau so (beispielsweise ist für mich Instant Messenging intimer als für ihn offenbar), aber die Richtung stimmt. Und ist vor allem wichtig, wenn es um die öffentlichen Kanäle geht, über die zurzeit so viel geschrieben wird - sie sind zu Recht (!) am Ende der Intimitätsskala einsortiert, denke ich. Das muss ich bedenken, wenn ich hier Gespräche führe. Und das ist etwas, das der eine oder die andere auch - manchmal schmerzlich - gerade lernt.


Ji Lee hat diese Grafik unter einer cc Lizenz zur Verfügung gestellt und auf seiner Seite gepostet

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